Burgen und Schlösser in Deutschland: Diese 10 sind echte Fotomagneten

Von Neuschwanstein bis Burg Eltz: Ein Foto-Ranking zeigt Deutschlands faszinierendste Burgen und Schlösser – und erzählt ihre Geschichten.

• 20. Oktober 2026 • 12 Minuten

Die 10 meistfotografierten Burgen und Schlösser Deutschlands im Ranking: Entdecke historische Highlights, spannende Geschichten und besondere Fotomotive.

🏰 Key Facts im Überblick

Ritter, Könige, Legenden: Deutschlands Burgen im Ranking

TL; DR: Deutschlands Burgen und Schlösser gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen europäischer Geschichte. Eine Fotoauswertung der Plattform Popsa für das Jahr 2025 setzt Schloss Neuschwanstein an die Spitze, gefolgt vom Heidelberger Schloss und der Kaiserburg Nürnberg. Doch auch weniger offensichtliche Kandidaten wie Burg Eltz, Burg Meersburg und Schloss Wernigerode schaffen es unter die ersten zehn. Das Ranking erzählt von königlichen Träumen, mittelalterlichen Machtzentren und besonderen Orten, die bis heute Besucher und Fotografen faszinieren.

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10 Schlösser und Burgen. 10 Geschichten. Ein Ranking.

Deutschland ist Burgenland. Hoch über Flusstälern, verborgen in dichten Wäldern, mitten in historischen Altstädten oder auf einsamen Felsen erzählen Tausende Burgen und Schlösser von vergangenen Jahrhunderten. Hier regierten Kaiser, lebten Könige, wurden Kriege vorbereitet und politische Entscheidungen getroffen. Manche Anlagen überstanden nahezu unbeschadet die Jahrhunderte, andere sind längst Ruinen – und haben gerade dadurch nichts von ihrer Faszination verloren.

Doch welche dieser historischen Bauwerke ziehen heute besonders viele Kameras auf sich? Die Fotoplattform Popsa hat nach eigenen Angaben Millionen Kundenfotos aus dem Jahr 2025 anhand ihrer Standortdaten ausgewertet und daraus ein Ranking der meistfotografierten deutschen Burgen und Schlösser erstellt. Das Ergebnis bietet nicht nur bekannte Namen, sondern auch einige interessante Überraschungen.

Wie wurde das Ranking erstellt?

Für die Analyse wurden laut Popsa Fotos ausgewertet, die sich anhand ihrer Standortinformationen deutschen Burgen und Schlössern zuordnen ließen. Anschließend wurden die Bauwerke nach der Anzahl der aufgenommenen Bilder geordnet. Um die Ergebnisse vergleichbar zu machen, erhielt jede Anlage einen normierten Foto-Index zwischen 0 und 100.

Das bedeutet: Schloss Neuschwanstein erreicht als Spitzenreiter den Indexwert 100. Das zweitplatzierte Heidelberger Schloss kommt auf 67. Diese Werte sind keine Besucherzahlen und auch keine allgemeinen Beliebtheitswerte. Sie beschreiben ausschließlich die relative Häufigkeit von Fotos innerhalb der untersuchten Bilddaten.

Wichtig: Die Methodik und die Rangwerte stammen aus den von Popsa bereitgestellten Angaben. Eine unabhängige Überprüfung der zugrunde liegenden Fotodaten war nicht möglich. Das Ranking ist daher nicht repräsentativ für sämtliche Deutschlandreisenden.

Platz 1: Schloss Neuschwanstein – der Traum eines Königs

Bayern | Foto-Index: 100

Kaum ein Bauwerk steht international so sehr für Deutschland wie Schloss Neuschwanstein. Hoch über Hohenschwangau bei Füssen erhebt sich das Märchenschloss von König Ludwig II. vor der beeindruckenden Kulisse der Allgäuer Alpen. Seine Türme, Giebel und hellen Fassaden erinnern an eine mittelalterliche Ritterburg. Tatsächlich entstand das Schloss jedoch erst im 19. Jahrhundert.

Ludwig II. ließ das Bauwerk ab 1869 errichten. Es sollte kein politisches Machtzentrum werden, sondern ein privater Rückzugsort, inspiriert von mittelalterlichen Rittergeschichten, deutscher Sagenwelt und den Opern Richard Wagners. Der König wollte sich damit eine eigene Traumwelt schaffen. Bis zu seinem Tod im Jahr 1886 wurde das Schloss nicht vollständig fertiggestellt.

Besonders interessant ist, dass Neuschwanstein keineswegs nur romantische Architektur verkörpert. Hinter den historischen Fassaden verbarg sich für damalige Verhältnisse moderne Technik – unter anderem eine Warmluftheizung und eine aufwendig ausgestattete Küche.

Was viele nicht wissen: Neuschwanstein inspirierte tatsächlich das berühmte Dornröschenschloss im Disneyland in Kalifornien. Das bestätigt Disney selbst. Für Fotografen ist die Marienbrücke einer der bekanntesten Aussichtspunkte. Von dort eröffnet sich der klassische Blick auf das Schloss vor den Alpen. Besonders reizvoll ist das Motiv im Herbst, wenn sich die Wälder verfärben, oder am frühen Morgen bei tief stehender Sonne. Die Zugänglichkeit der Brücke und der Wege sollte vor einem Besuch geprüft werden.

Heidelberger Schloss (c) Sebastian Frederik Jacobsen (Unsplash).webp
Heidelberger Schloss (c) Sebastian Frederik Jacobsen (Unsplash).webp

Platz 2: Heidelberger Schloss – Romantik zwischen Ruinen

Baden-Württemberg | Foto-Index: 67

Über der historischen Altstadt von Heidelberg thront eines der berühmtesten Wahrzeichen Deutschlands. Das Heidelberger Schloss verbindet die Reste einer mittelalterlichen Burg mit prächtiger Renaissance-Architektur und der unverwechselbaren Kulisse des Neckartals.

Über Jahrhunderte residierten hier die Kurfürsten von der Pfalz. Kriege, Brände und politische Umbrüche hinterließen ihre Spuren, bis aus der einst prachtvollen Residenz jene imposante Ruine wurde, die heute Besucher aus aller Welt anzieht. Gerade das Zusammenspiel aus zerstörten Mauern, aufwendig gestalteten Fassaden und überwucherten Bereichen macht den besonderen Reiz aus.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten befindet sich im Inneren: das Große Fass im Schlosskeller. Mit einem Fassungsvermögen von rund 221.000 Litern zählt es zu den größten historischen Weinfässern überhaupt.

Wer das Schloss fotografieren möchte, findet vom gegenüberliegenden Philosophenweg aus besonders eindrucksvolle Perspektiven. Von hier lässt sich die gesamte Anlage zusammen mit Altstadt, Alter Brücke und Neckar aufnehmen.

Kaiserburg Nürnberg (c) Sabine Freiberger (Unsplash).webp
Kaiserburg Nürnberg (c) Sabine Freiberger (Unsplash).webp

Platz 3: Kaiserburg Nürnberg – dort, wo Kaiser Geschichte schrieben

Bayern | Foto-Index: 41

Die Kaiserburg Nürnberg gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Burganlagen Europas. Hoch über der Nürnberger Altstadt gelegen, war sie über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum der Herrschaft im Heiligen Römischen Reich. Anders als heutige Regierungssitze war die Kaiserburg Teil eines Systems wechselnder Residenzen. Die Herrscher des Reiches reisten von einem Machtzentrum zum nächsten. Nürnberg spielte dabei eine herausragende Rolle.

Besonders spannend sind die erhaltenen mittelalterlichen Gebäudeteile, die Doppelkapelle und der Tiefe Brunnen. Der Sinwellturm bietet einen weiten Blick über die roten Dächer der Altstadt und zeigt eindrucksvoll, wie stark die Burg das Stadtbild bis heute prägt.

Für einen Besuch lohnt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen. Denn die Kaiserburg ist nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern vermittelt auch einen unmittelbaren Eindruck davon, wie politische Macht im Mittelalter organisiert war.

Schweriner Schloss (c) Wolfgang Weiser_ (Unsplash).webp
Schweriner Schloss (c) Wolfgang Weiser_ (Unsplash).webp

Platz 4: Schweriner Schloss – ein Märchenschloss mit politischer Macht

Mecklenburg-Vorpommern | Foto-Index: 31

Auf einer Insel im Schweriner See erhebt sich ein Schloss, dessen Türme und goldene Kuppeln fast unwirklich wirken. Das Schweriner Schloss gehört zu den eindrucksvollsten Residenzbauten Deutschlands und verbindet höfische Pracht mit einer ungewöhnlichen Gegenwart: Heute tagt hier der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Das heutige Erscheinungsbild geht vor allem auf umfassende Umbauten im 19. Jahrhundert zurück. Inspiriert von französischen Renaissanceschlössern entstand eine repräsentative Anlage, die den Machtanspruch der mecklenburgischen Herzöge widerspiegeln sollte.

Seit 2024 gehört das Residenzensemble Schwerin zum UNESCO-Welterbe. Zum besonderen Reiz des Schlosses gehören die gepflegten Gartenanlagen, die unmittelbare Nähe zum Wasser und die zahlreichen Brücken und Aussichtspunkte.

Eine besondere Geschichte: Der Überlieferung nach soll im Schloss der Petermännchen genannte Schlossgeist leben. Der kleine Kobold gilt als Wächter des Bauwerks und soll gutes Verhalten belohnen, schlechtes hingegen bestrafen.

Für Fotografen lohnt sich besonders der Blick über den Burgsee. Hier spiegeln sich die Fassaden im Wasser, während die Türme über die umgebenden Bäume hinausragen.

Reichsburg Cochem (c) Siegfried Poepperl (Unsplash).webp
Reichsburg Cochem (c) Siegfried Poepperl (Unsplash).webp

Platz 5: Reichsburg Cochem – Mittelalter über der Mosel

Rheinland-Pfalz | Foto-Index: 26

Hoch über der Mosel thront die Reichsburg Cochem. Kaum eine Burg verbindet ihre historische Lage so eindrucksvoll mit einer der bekanntesten deutschen Weinlandschaften. Ihre Wurzeln reichen ins Mittelalter zurück. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Anlage 1689 weitgehend zerstört und blieb lange Zeit eine Ruine. Erst im 19. Jahrhundert ließ der Berliner Kaufmann Louis Fréderic Jacques Ravené die Burg im Stil der Burgenromantik wiederaufbauen.

Damit erzählt Cochem gleich zwei Geschichten: die einer mittelalterlichen Wehranlage und die einer Epoche, in der das romantische Bild des Mittelalters neu entdeckt wurde. Heute stehen Besucher vor einem Ensemble aus Türmen, Zinnen, Erkern und Innenhöfen, das wie geschaffen für historische Abenteuerfilme erscheint. Besonders sehenswert sind die repräsentativen Innenräume mit ihren Möbeln, Wandverkleidungen und historischen Ausstattungsstücken.

Wer die Reichsburg fotografieren möchte, sollte die gegenüberliegende Moselseite nicht auslassen. Besonders am Abend entfaltet die Kombination aus Burg, Weinbergen, Fluss und Altstadt ihren Reiz.

Wartburg (c) Wolfgang Weiser_ (Unsplash).webp
Wartburg (c) Wolfgang Weiser_ (Unsplash).webp

Platz 6: Wartburg – wo deutsche Geschichte geschrieben wurde

Thüringen | Foto-Index: 23

Die Wartburg bei Eisenach ist weit mehr als eine mittelalterliche Höhenburg. Sie gehört zu den geschichtlich bedeutendsten Orten Deutschlands und ist seit 1999 UNESCO-Welterbe. Ihre Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Über die Jahrhunderte war sie Schauplatz höfischer Kultur, politischer Ereignisse und religiöser Umbrüche. Besonders eng verbunden ist die Wartburg mit Martin Luther.

Nachdem Luther 1521 auf dem Reichstag zu Worms seine Lehren nicht widerrufen hatte, brachte man ihn zu seinem Schutz auf die Wartburg. Unter dem Namen Junker Jörg lebte er dort versteckt. Während seines Aufenthalts von 1521 bis 1522 übersetzte er das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Die Übersetzung erschien im September 1522 und prägte die Entwicklung der deutschen Schriftsprache erheblich.

Doch die Wartburg ist nicht nur wegen Luther interessant. Auch die heilige Elisabeth von Thüringen lebte hier. Der legendäre Sängerkrieg auf der Wartburg wurde später zu einem wichtigen Motiv für Richard Wagners Oper Tannhäuser. Architektonisch beeindruckt die Anlage mit dem romanischen Palas, alten Wehrmauern und dem Blick über den Thüringer Wald. Besonders reizvoll ist ein Spaziergang rund um die Burg, bei dem sich immer wieder neue Perspektiven eröffnen.

Platz 7: Burg Meersburg – seit Jahrhunderten bewohnt

Baden-Württemberg | Foto-Index: 21

Hoch über dem Bodensee liegt mit der Burg Meersburg ein außergewöhnliches Stück deutscher Geschichte. Die Anlage gilt als älteste durchgehend bewohnte Burg Deutschlands. Während zahlreiche Burgen nach kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört oder später als romantische Schlossanlagen wiederaufgebaut wurden, blieb die Meersburg über die Jahrhunderte erhalten. Ihre Anfänge liegen im Dunkeln. Einer Überlieferung zufolge reichen sie bis ins 7. Jahrhundert zurück.

Lange Zeit diente die Burg den Konstanzer Fürstbischöfen als Residenz. Im 19. Jahrhundert gelangte sie in Privatbesitz. Bis heute wird ein Teil der Anlage bewohnt, während andere Bereiche als Museum zugänglich sind. Besonders eng verbunden ist die Meersburg mit der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff, die hier zeitweise lebte und 1848 starb.

Die verwinkelten Räume, alten Treppen, Ritterrüstungen und historischen Möbel vermitteln einen Eindruck davon, wie sich das Leben hinter mittelalterlichen Burgmauern über Generationen entwickelte.

Fotografisch besonders interessant ist der Blick von der Unterstadt auf die Burg. Im Hintergrund öffnet sich der Bodensee, bei klarer Sicht bis hin zu den Alpen.

Burg Hohenzollern (c) Marvin Langer (Unsplash).webp
Burg Hohenzollern (c) Marvin Langer (Unsplash).webp

Platz 8: Burg Hohenzollern – die Festung auf dem Berg

Baden-Württemberg | Foto-Index: 15

Auf einem 855 Meter hohen Bergkegel am Rand der Schwäbischen Alb erhebt sich die Burg Hohenzollern. Schon aus großer Entfernung wirkt die Anlage wie eine uneinnehmbare Festung. Die Burg ist der Stammsitz des Hauses Hohenzollern, aus dessen Dynastie unter anderem preußische Könige und deutsche Kaiser hervorgingen. Die heutige Burg ist bereits die dritte Anlage an diesem Standort. Nachdem frühere Burgen zerstört beziehungsweise aufgegeben worden waren, entstand im 19. Jahrhundert auf Initiative des späteren preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. ein monumentaler Neubau im neugotischen Stil.

Das Ergebnis ist eine Kombination aus mittelalterlich anmutenden Wehranlagen, repräsentativen Innenräumen und weitläufigen Aussichtspunkten. Besonders sehenswert sind die Schatzkammer und die historischen Exponate aus der Geschichte des Hauses Hohenzollern.

Ein außergewöhnliches Fotomotiv bietet die Burg bei Nebel. Dann ragt der Berg mit seinen Mauern und Türmen gelegentlich aus einer geschlossenen Wolkendecke heraus – ein Anblick, der die Anlage fast wie eine Insel erscheinen lässt.

Burg Eltz (c) Julian Missling (Unsplash).webp
Burg Eltz (c) Julian Missling (Unsplash).webp

Platz 9: Burg Eltz – eine Ritterburg wie aus dem Bilderbuch

Rheinland-Pfalz | Foto-Index: 15

Wer sich eine mittelalterliche Ritterburg vorstellt, hat häufig ein Bild im Kopf, das der Burg Eltz erstaunlich nahekommt: schmale Türme, verwinkelte Dächer, steile Mauern und eine Lage mitten im Wald.

Anders als viele andere historische Burgen wurde Burg Eltz niemals vollständig zerstört. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Seit rund neun Jahrhunderten befindet sich die Anlage im Besitz derselben Familie. Besonders ungewöhnlich ist die Baugeschichte. Über lange Zeit teilten sich verschiedene Zweige der Familie Eltz das Anwesen. So entstanden mehrere miteinander verbundene Wohnbereiche, die der Burg ihre charakteristische, beinahe märchenhafte Gestalt verleihen.

Im Inneren befinden sich historische Wohnräume, Waffen, Kunstwerke und Möbel. Vieles vermittelt noch heute den Eindruck eines über Generationen gewachsenen Familiensitzes.

Ein entscheidender Unterschied zu den großen Residenzschlössern liegt in der Umgebung. Burg Eltz steht nicht weithin sichtbar über einer Stadt, sondern versteckt im Tal des Elzbachs, umgeben von dichtem Wald.

Gerade deshalb lohnt sich der Weg zu Fuß. Wer sich der Burg durch den Wald nähert, erlebt einen Moment, der mit der Ankunft an einem großen Besucherparkplatz kaum vergleichbar ist: Plötzlich tauchen zwischen den Bäumen die Türme einer scheinbar längst vergangenen Welt auf.

Platz 10: Schloss Wernigerode – das bunte Schloss im Harz

Sachsen-Anhalt | Foto-Index: 14

Den zehnten Platz belegt das Schloss Wernigerode. Oberhalb der historischen Fachwerkstadt gelegen, gehört es zu den markantesten Schlossanlagen Norddeutschlands. Seine Geschichte beginnt im Mittelalter. Über die Jahrhunderte wurde die ursprüngliche Burg mehrfach verändert, erweitert und umgebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie vor allem im 19. Jahrhundert, als unter Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode eine aufwendige Umgestaltung erfolgte.

Das Schloss gilt heute als bedeutendes Beispiel des norddeutschen Historismus. Unterschiedliche Türme, Erker, Fassaden und Dachformen verleihen der Anlage ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild.

Im Inneren führen Museumsrundgänge durch zahlreiche historische Wohn- und Repräsentationsräume. Besucher bekommen dabei einen Eindruck vom Alltag des deutschen Hochadels im 19. Jahrhundert.

Für Fotografen ist vor allem die Perspektive aus der Stadt interessant. Von verschiedenen Standpunkten lässt sich das Schloss mit den bunten Fachwerkhäusern Wernigerodes kombinieren. Im Herbst bieten die Wälder des Harzes eine besonders stimmungsvolle Kulisse.

Die Top 10 der meistfotografierten Burgen und Schlösser

Platz Burg / Schloss Bundesland Index
1 Schloss Neuschwanstein Bayern 100
2 Heidelberger Schloss Baden-Württemberg 67
3 Kaiserburg Nürnberg Bayern 41
4 Schweriner Schloss Mecklenburg-Vorpommern 31
5 Reichsburg Cochem Rheinland-Pfalz 26
6 Wartburg Thüringen 23
7 Burg Meersburg Baden-Württemberg 21
8 Burg Hohenzollern Baden-Württemberg 15
9 Burg Eltz Rheinland-Pfalz 15
10 Schloss Wernigerode Sachsen-Anhalt 14

Quelle: Popsa, Fotodaten 2025. Indexwerte nach Angaben der Fotoplattform. Die Werte stellen keine offiziellen Besucherzahlen dar.

Warum Burgen und Schlösser bis heute faszinieren

Dass historische Burgen und Schlösser zu den beliebtesten Fotomotiven Deutschlands gehören, ist kein Zufall. Sie verbinden mehrere Eigenschaften, die moderne Reiseziele besonders attraktiv machen: außergewöhnliche Architektur, landschaftlich reizvolle Lagen und Geschichten, die über Jahrhunderte hinweg weitererzählt werden.

Dabei ist es keineswegs immer die Größe, die den Ausschlag gibt. Während Neuschwanstein mit seiner weltberühmten Silhouette begeistert, überzeugen die Wartburg und die Kaiserburg Nürnberg vor allem durch ihre historische Bedeutung. Burg Eltz wiederum zeigt, dass ein vergleichsweise versteckter Ort ebenso faszinierend sein kann wie ein international bekanntes Wahrzeichen.

Hinzu kommt, dass viele dieser Anlagen weit mehr bieten als einen Rundgang durch historische Räume. Burgenwanderungen, Stadtbesichtigungen, Ausstellungen und Spaziergänge durch Schlossgärten machen sie zu vielseitigen Zielen für Tagesausflüge oder Kurzreisen.

Die schönsten Burgfotos entstehen nicht immer vor dem Eingang

Wer historische Gebäude fotografieren möchte, sollte sich nicht allein auf die bekanntesten Aussichtspunkte verlassen. Besonders reizvolle Aufnahmen entstehen häufig von etwas weiter entfernten Standorten, an denen das Bauwerk zusammen mit seiner Umgebung sichtbar wird.

Bei Neuschwanstein sind es die Berge, beim Heidelberger Schloss der Neckar und die Altstadt, bei Burg Eltz die umgebenden Wälder. Auch die Tageszeit entscheidet darüber, wie eindrucksvoll ein Motiv wirkt. Morgens und abends sorgt das flach einfallende Licht häufig für stärkere Konturen und eine plastischere Darstellung der Architektur.

Ein weiterer Tipp: Nicht nur die gesamte Burg fotografieren. Alte Holztüren, verwitterte Steinmauern, historische Fenster, Innenhöfe oder ungewöhnliche Treppenhäuser erzählen oft ebenso spannende Geschichten.

Von der Burgbesichtigung zum persönlichen Fotobuch

Nach einer gelungenen Reise landen die schönsten Erinnerungen häufig zunächst auf dem Smartphone. Zwischen Landschaftsaufnahmen, historischen Details und spontanen Schnappschüssen kommen schnell zahlreiche Bilder zusammen, die später kaum noch angesehen werden.

Wer seine Erlebnisse dauerhaft festhalten möchte, kann daraus ein persönliches Fotobuch gestalten. Die Fotoplattform Popsa, von der auch die Rankingdaten stammen, bietet dafür eine App mit automatisierten Layouts, intelligenter Bildorganisation und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Auf diese Weise lassen sich die schönsten Motive einer Burgenreise zusammenstellen, ohne ein Fotobuch vollständig selbst gestalten zu müssen. Die konkreten Preise hängen unter anderem von Format, Seitenzahl und Ausstattung ab.

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Fazit: Deutschlands Burgen erzählen weit mehr als alte Geschichte

Ob das prachtvolle Schloss eines bayerischen Königs, eine mittelalterliche Kaiserresidenz oder eine versteckte Ritterburg im Wald – die zehn Bauwerke dieses Rankings zeigen, wie unterschiedlich Deutschlands historisches Erbe sein kann. Das Foto-Ranking verdeutlicht vor allem, dass außergewöhnliche Architektur und eine eindrucksvolle Lage Besucher immer wieder zum Fotografieren motivieren. Doch hinter den Fassaden warten Geschichten, die häufig noch spannender sind als die Bilder selbst.

Wer sich beim nächsten Kurzurlaub bewusst Zeit für eine Burg oder ein Schloss nimmt, entdeckt deshalb oft nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern ein Stück Geschichte, das bis in unsere Gegenwart hineinwirkt.

Titelfoto: Schloss Neuschwanstein (c) _Felix (Unsplash)

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