Die neue Garmin fenix 9 im Überblick: Funktionen, Akkulaufzeit und Preise
Titan, hellere AMOLED-Displays, neue Trainingsfunktionen und Kommunikation ohne Smartphone: Garmin präsentiert die fenix 9 und fenix 9 Pro.
Titan, hellere AMOLED-Displays, neue Trainingsfunktionen und Kommunikation ohne Smartphone: Garmin präsentiert die fenix 9 und fenix 9 Pro.
🏃 - Key Facts im Überblick
Garmin fenix 9 und fenix 9 Pro: Neue Premium-Smartwatches für Sportler
TL;DR: Eine Sportuhr soll heute längst nicht mehr nur Schritte zählen und die Laufstrecke aufzeichnen. Sie begleitet durch strukturierte Trainingspläne, zeigt den Weg durch unbekanntes Gelände und liefert Daten, mit denen sich die eigene Leistung gezielt verbessern lässt. Auf längeren Touren kann sie außerdem zu einem wichtigen Kommunikations- und Sicherheitsinstrument werden.
Mit der fenix 9 und fenix 9 Pro stellt Garmin zwei neue Premium-Multisport-GPS-Smartwatches vor, die genau diesen Anspruch erfüllen sollen. Die Modellreihe richtet sich an sportliche Männer, die beim Laufen, Radfahren, Krafttraining, Rudern oder auf anspruchsvollen Outdoor-Touren keine halben Sachen machen möchten.
Während die fenix 9 unter anderem mit einem deutlich helleren AMOLED-Touchdisplay, erweiterten Stamina-Funktionen und einer schnelleren Kartendarstellung aufwartet, geht die fenix 9 Pro noch einen Schritt weiter. Sie ist die erste fenix mit Titan-Gehäuse und bietet bei ausgewählten Modellen eine integrierte inReach-Technologie für die Kommunikation über LTE und Satellit.

Drei Größen für unterschiedliche Handgelenke
Garmin bietet die fenix 9 in den Größen 43, 47 und 51 Millimeter an. Damit können Nutzer die Uhr nicht nur nach ihren technischen Ansprüchen, sondern auch passend zur Größe des Handgelenks auswählen. Das AMOLED-Touchdisplay leuchtet laut Garmin doppelt so hell wie bei der Vorgängergeneration. Widerstandsfähiges Saphirglas, wasserdichte Tasten und die Eignung für Tauchgänge bis zu 40 Meter unterstreichen den robusten Anspruch der neuen Sportuhr.
Damit ist die fenix 9 nicht allein für das Fitnessstudio oder die tägliche Laufrunde gedacht. Sie soll auch bei Mehrtagestouren, auf dem Mountainbike, beim Wassersport und in anspruchsvollem Gelände zuverlässig funktionieren.

Garmin Epic macht aus Training eine Geschichte
Mit Garmin Epic führt der Hersteller eine neue Funktion ein, die mehrere aufgezeichnete Aktivitäten zu einer zusammenhängenden Geschichte verbindet. Mehrtägige Trekkingtouren, eine komplette Wettkampfvorbereitung oder längerfristige Trainingsprojekte lassen sich dadurch übersichtlicher dokumentieren.
Aktivitäten, die über Tage, Wochen oder Monate aufgezeichnet wurden, können in Garmin Connect zu einem „Epic“ zusammengefasst werden. Der Nutzer erhält dabei einen Überblick über seine Gesundheits- und Leistungsdaten, kann eigene Fotos ergänzen und die fertige Zusammenstellung mit Familie und Freunden teilen.
Das dürfte vor allem für Männer interessant sein, die nicht nur einzelne Trainingseinheiten betrachten, sondern ihren gesamten Weg bis zu einem sportlichen Ziel dokumentieren möchten.
Erweiterte Stamina-Funktionen für eine bessere Renneinteilung
Wer bei einem Marathon, einem langen Radrennen oder einer ausgedehnten Bergtour zu schnell beginnt, bezahlt dafür häufig auf den letzten Kilometern. Die erweiterten Stamina-Funktionen der fenix 9 sollen helfen, die vorhandenen Kräfte kontrollierter einzuteilen.
Dazu gehören neue Stamina-Zonen und eine Stamina-Kurve. Sie zeigen, wie sich die Ausdauer anhand der Trainingshistorie und der persönlichen Fitnessentwicklung im Laufe der Zeit verändert. Während einer Aktivität sollen die Werte außerdem eine möglichst sinnvolle Renneinteilung unterstützen. Die Funktion ersetzt natürlich nicht das eigene Körpergefühl. Sie liefert jedoch zusätzliche Daten, mit denen ambitionierte Sportler ihr Tempo besser einschätzen und ihre Trainingsstrategie gezielter planen können.

Mehr Trainingsdaten beim Indoor-Rudern
Auch Indoor-Ruderer erhalten zusätzliche Möglichkeiten zur Trainingsanalyse. Auf der fenix 9 können unter anderem die VO2max und eine Leistungskurve angezeigt werden. Dadurch lassen sich Fortschritte besser vergleichen, konkrete Ziele definieren und unterschiedliche Trainingsintensitäten gezielter steuern. Voraussetzung dafür ist ein Rudergerät mit Leistungsmesser.
Neue Funktionen für Rucking-Workouts
Rucking – also das Gehen oder Wandern mit zusätzlichem Gewicht – hat sich vom militärischen Training zu einer vielseitigen Fitnessdisziplin entwickelt. Garmin baut die entsprechenden Funktionen auf der fenix 9 weiter aus. Das Packgewicht kann während einer Aktivität angepasst werden. Zudem lassen sich GORUCK-Workouts direkt auf der Uhr absolvieren. Für die Berechnung bestimmter Zielwerte, beispielsweise des Kalorienverbrauchs, kann ein Zusatzgewicht von bis zu 100 Kilogramm berücksichtigt werden.
Gerade für funktionelles Training, Vorbereitungstouren mit schwerem Rucksack oder anspruchsvolle Outdoor-Challenges entstehen dadurch genauere Auswertungsmöglichkeiten.
Schnellere Karten und bessere Geländedarstellung
Eine gute Outdoor-Smartwatch muss nicht nur wissen, wo sich ihr Träger befindet. Sie sollte Karten schnell, flüssig und möglichst übersichtlich darstellen. Garmin stattet die fenix 9 deshalb mit 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher als die fenix 8 und einer leistungsstärkeren Karten-Engine aus.
Das Verschieben der Kartenansicht soll dadurch bis zu 30 Prozent schneller funktionieren. Hinzu kommt eine neue Perspektivansicht, die Details in der Nähe und in der Ferne zeigt. Das vorausliegende Gelände lässt sich damit besser einschätzen. Mit 64 GB Speicherplatz bietet die fenix 9 doppelt so viel Platz für Karten wie die fenix 8. Zusätzlich können bis zu 7.000 Lieblingssongs auf der Uhr gespeichert werden. Damit kann das Smartphone beim Training häufiger zu Hause oder im Rucksack bleiben.

Garmin fenix 9 Pro erstmals mit Titan-Gehäuse
Die fenix 9 Pro übernimmt die Premium-Funktionen der fenix 9 und ergänzt sie um ein aufwendigeres Design, zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten, Modelle mit MIP-Solardisplay und weitere Taschenlampenmodi. Besonders auffällig ist das neue Gehäuse: Die fenix 9 Pro ist die erste fenix mit einem Titan-Gehäuse. Das Material soll eine hochwertige Optik mit Robustheit, geringem Gewicht und hohem Tragekomfort verbinden.
Bei der Herstellung kommt eine Nano-Molding-Technologie zum Einsatz. Dabei werden Titan und Kunststoff auf molekularer Ebene miteinander verbunden. Das soll eine stabile und funktionale Konstruktion ermöglichen, während Gehäusedicke und Gewicht vergleichsweise gering bleiben.
AMOLED-Display mit bis zu 3.000 Nits
- Die AMOLED-Touchdisplays der fenix 9 Pro erreichen laut Garmin eine Helligkeit von bis zu 3.000 Nits. Statistiken und Karten sollen dadurch auch bei direkter Sonneneinstrahlung klar und detailreich ablesbar bleiben.
- Das größte Pro-Modell mit 51-Millimeter-Gehäuse verfügt erstmals über ein 1,5 Zoll großes AMOLED-Touchdisplay. Gegenüber der vergleichbaren fenix 8 entspricht das einer Vergrößerung um 15 Prozent.
- Damit bietet das Modell mehr Fläche für Karten, Trainingsdaten und Benachrichtigungen. Gerade während einer Aktivität kann die größere Darstellung hilfreich sein, weil relevante Informationen schneller erfasst werden können.
Solarmodelle mit mehreren Wochen Akkulaufzeit
Ausgewählte Varianten der fenix 9 Pro sind mit einem MIP-Display und einer Solar-Ladelinse ausgestattet. Sie sollen eine Akkulaufzeit von mehreren Wochen ermöglichen. Die fenix 9 erreicht in ihrer größten Ausführung im Smartwatch-Modus eine Laufzeit von bis zu 29 Tagen. Die fenix 9 Pro kommt mit dem größten AMOLED-Display auf bis zu 31 Tage. Bei den Solarmodellen sind unter den von Garmin genannten Bedingungen sogar bis zu 57 Tage möglich.
Die Angabe zur Solarlaufzeit basiert auf ganztägigem Tragen und einem täglichen Aufenthalt von drei Stunden im Freien bei Lichtbedingungen von 50.000 Lux. Die tatsächlich erreichbare Laufzeit hängt daher von Nutzung, Einstellungen und Lichtverhältnissen ab.
LED-Taschenlampe jetzt auch mit grünem Licht
Die bereits aus vorherigen Modellen bekannte LED-Taschenlampe erhält bei der fenix 9 Pro einen zusätzlichen Modus mit grünem Licht. Dieser erweitert die Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Umgebungen. Eine direkt am Handgelenk verfügbare Lichtquelle kann beim Laufen in der Dämmerung, beim Zeltaufbau, bei Reparaturen oder auf dem nächtlichen Weg durch eine Berghütte ausgesprochen praktisch sein.

Kommunikation ohne Smartphone
Ausgewählte Modelle der fenix 9 Pro besitzen eine integrierte inReach-Technologie. Über LTE- und Satellitenverbindungen sind damit Telefonie, Nachrichten und SOS-Kommunikation direkt über die Smartwatch möglich. Ein Smartphone muss dafür nicht mitgeführt werden.
Erstmals bietet Garmin diese Technik für alle drei Größenvarianten der fenix 9 Pro an: 43, 47 und 51 Millimeter. Für die Nutzung ist ein aktiver inReach-Tarif erforderlich. Außerdem stehen LTE- und Satellitenverbindungen nicht in allen Ländern zur Verfügung.
Im Notfall kann ein SOS an die rund um die Uhr besetzte Garmin Response Notfallzentrale gesendet werden. Laut Garmin können SOS-Nachrichten bei einem pausierten Tarif bis zu zwölf Monate lang kostenfrei an Garmin Response übermittelt werden.
LiveTrack, Garmin Locate und Wetterdaten per Satellit
Über LTE können LiveTrack-Benachrichtigungen in der Garmin Messenger App an ausgewählte Angehörige verschickt werden. Diese erfahren, wann eine Aktivität gestartet wurde, und können deren Verlauf in Echtzeit verfolgen. Nachrichten lassen sich ebenfalls an zuvor festgelegte Empfänger senden.
Mit Garmin Locate kann der Standort eines Nutzers bei bestehender LTE-Verbindung über die Garmin Messenger App eingesehen werden. Wettervorhersagen für einen bestimmten Standort können zudem nicht nur über LTE, sondern auch direkt per Satellit an die Smartwatch übertragen werden. Für Solo-Touren, lange Trailruns oder Unternehmungen in abgelegenen Regionen können diese Funktionen zusätzliche Sicherheit bieten. Nutzer müssen jedoch vorab prüfen, ob Satelliten-Kommunikationsgeräte im jeweiligen Land erlaubt sind.
Neue ComfortFit-Armbänder für einen individuellen Look
Eine Premium-Sportuhr wird häufig nicht nur beim Training getragen, sondern begleitet ihren Besitzer auch im Büro und in der Freizeit. Garmin bietet deshalb neue ComfortFit-Gewebearmbänder für die fenix 9 und fenix 9 Pro an.
Die Armbänder sollen Dehnbarkeit, Haltbarkeit, Tragekomfort und Feuchtigkeitsbeständigkeit miteinander verbinden. Dank der QuickFit-Funktion lassen sie sich innerhalb weniger Sekunden wechseln oder anpassen. So kann die Uhr je nach Anlass sportlicher oder dezenter getragen werden.

Garmin fenix 9 und fenix 9 Pro: Preise und Verfügbarkeit
- Die Garmin fenix 9 ist ab sofort erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei 999,99 Euro UVP. In der größten Ausführung erreicht sie im Smartwatch-Modus eine Akkulaufzeit von bis zu 29 Tagen.
- Die Garmin fenix 9 Pro startet bei 1.099,99 Euro UVP. Das Modell mit dem größten AMOLED-Display bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 31 Tagen im Smartwatch-Modus. Die Solarmodelle erreichen unter den von Garmin angegebenen Bedingungen bis zu 57 Tage.
Fazit: Sportuhr für Training, Alltag und Abenteuer
Die fenix 9 richtet sich an Männer, die eine leistungsfähige Multisport-Smartwatch mit hellem Display, umfangreichen Trainingswerten, schneller Kartendarstellung und langer Akkulaufzeit suchen. Garmin Epic, die erweiterten Stamina-Funktionen und die zusätzlichen Daten beim Indoor-Rudern erweitern vor allem die Möglichkeiten zur langfristigen Trainingsanalyse.
Die fenix 9 Pro setzt darüber hinaus auf ein leichteres und hochwertiges Titan-Gehäuse, besonders helle AMOLED-Displays und – bei ausgewählten Modellen – unabhängige Kommunikation über LTE und Satellit. Das macht sie vor allem für Sportler interessant, die häufig ohne Smartphone trainieren oder in abgelegenen Regionen unterwegs sind.
Mit Einstiegspreisen von knapp 1.000 beziehungsweise 1.100 Euro bleiben beide Modelle allerdings klar im Premiumsegment. Wer die umfangreichen Trainings-, Karten- und Kommunikationsfunktionen regelmäßig nutzt, erhält dafür eine Sportuhr, die vom morgendlichen Workout über den Büroalltag bis zur mehrtägigen Trekkingtour nahezu alles abdecken soll.
Hinweis zur inReach-Technologie: Ein aktives Abonnement ist erforderlich. LTE-Netzabdeckung und Satellitenverbindung stehen nicht in allen Ländern zur Verfügung. In einigen Ländern ist die Verwendung von Satelliten-Kommunikationsgeräten eingeschränkt oder verboten.
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