Kaffee und Demenz: Optimale Tassen für ein gesundes Gehirn
Wie viele Tassen Kaffee sind optimal fürs Gehirn? Eine neue US-Studie zeigt: Zwei bis drei Tassen Kaffee oder Tee pro Tag könnten das Demenzrisiko senken. Jetzt mehr lesen!
- Kaffee und Demenzrisiko: Der aktuelle Stand
- Dosierung und Wirkung: Wie viel Kaffee ist optimal?
- Koffein, Tee und Alternativen im Check
- Leben mit Kaffee: Praktische Empfehlungen
Kaffee und Demenzrisiko: Der aktuelle Stand
Studienlage zum Einfluss von Kaffee auf kognitive Gesundheit
TL;DR: Neue US-Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Konsum von Kaffee oder Tee im mittleren Alter das Risiko für Demenz im Alter um rund 18 Prozent senken kann. Die optimale Menge liegt laut Analysen bei zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffees oder ein bis zwei Tassen Tees täglich.
Welche Rolle spielt der tägliche Kaffeekonsum für das alternde Gehirn? Laut einer aktuellen US-Langzeitstudie mit über 130.000 Teilnehmenden signalisiert das Datenmaterial einen bemerkenswerten Zusammenhang: Regelmäßiger Kaffee- und Teegenuss korreliert mit einem signifikant geringeren Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Dies belegen wissenschaftlich fundierte Auswertungen von Teilnehmenden, die teils über Jahrzehnte hinweg ihre Ernährungsgewohnheiten und geistigen Fähigkeiten dokumentierten.

Dosierung und Wirkung: Wie viel Kaffee ist optimal?
Optimale Mengen laut aktueller Forschung
Der positiven Wirkung auf das Gehirn ging eine detaillierte Auswertung voraus. Die Probanden der Langzeitstudien – meist medizinisch gebildet, wiesen vergleichbare Lebensgewohnheiten auf – entwickelten in der Hochgruppe mit dem höchsten Kaffeekonsum ein um 18 Prozent verringertes Demenzrisiko gegenüber jenen, die wenig oder keinen Kaffee trinken. Auch in kognitiven Tests schnitten sie im Mittel besser ab.
Die wissenschaftlichen Analysen legen nahe: Zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee täglich gelten als Goldstandard. Mehr als drei Tassen zeigten keine signifikant besseren Effekte – auch keine erhöhten Risiken, wie frühere Studien teilweise vermuteten. Decaf-Kaffee brachte keinen Schutzeffekt.
Zitat: Harvard Medical School zur Kaffee-Empfehlung
„Unsere Ergebnisse sind zwar ermutigend, aber es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass der Effekt gering ist. Der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee kann Teil einer umfassenden Demenzprävention sein.“ — Daniel Wang, Co-Autor der Harvard Medical School
Die hier beschriebenen Effekte beziehen sich ausschließlich auf Koffein-haltigen Kaffee und Tee. Für nicht-koffeinhaltige Alternativen konnten die positiven Ergebnisse bislang nicht repliziert werden. Quellen: „Journal of the American Medical Association“, Expertenstatements aus der Forschungsgruppe Wang/Zhang, Harvard.
Weitere Hintergründe: Zusammenhang zwischen Ernährung und Hirngesundheit
Kaffee enthält neben Koffein zahlreiche bioaktive Substanzen, darunter Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie übben nach aktuellen Forschungsergebnissen einen zusätzlichen Schutz gegen altersbedingte Degenerationsprozesse im Gehirn aus. Neben Kaffee werden in der Wissenschaft weitere Ernährungsfaktoren untersucht, die das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen beeinflussen können – darunter Fette, Zucker und Mikronährstoffe. Doch nur für Kaffee und Koffein sind größere, vergleichende Langzeituntersuchungen dokumentiert.
Entscheidungsmatrix: Kaffee, Tee oder gar nichts?
Ob Kaffee oder Tee die bessere Wahl ist, hängt nicht nur vom Geschmack ab. Beide enthalten Koffein; Tee bringt zusätzlich Theanin ins Spiel, das beruhigend wirkt. Für entkoffeinierten Kaffee oder Früchtetees gibt es keinen nachgewiesenen Schutzeffekt gegen Demenz. Wer auf klassische Stimulanzien setzt, wird dem aktuellen Forschungsstand nach am stärksten profitieren.
Koffein, Tee und Alternativen im Check
Koffein und geistige Fitness: Das sagen Langzeitdaten
Auswertungen legen nahe, dass es weniger auf den Zeitpunkt als auf die Konstanz im Konsum ankommt: Eine regelmäßige, moderate Einnahme – ideal zwei bis drei Tassen Kaffee beziehungsweise ein bis zwei Tassen Tee pro Tag – scheint das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis für die geistige Fitness im Alter zu bieten. Der Koffeinkonsum wirkt unabhängig von der genetischen Prädisposition.
Kaffee und Tee schützen das Gehirn sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Frühere Studien liefern zudem Hinweise auf eine positive Wirkung in Bezug auf Typ-2-Diabetes, Leber- und Herzerkrankungen und einzelne Krebsarten, wie Stiftung Warentest zusammenfasst. Ein Rückgang des Bluthochdruckrisikos ist ebenfalls dokumentiert.
Weitere gesundheitsrelevante Faktoren im Überblick
Entscheidend bleibt der Gesamtkontext: Bewegung, soziale Einbindung sowie eine abwechslungsreiche Ernährung wirken mindestens genauso präventiv wie einzelne Lebensmittel. Kaffee und Tee können in eine solche gesundheitsfördernde Lebensweise integriert werden, dürfen jedoch kein Ersatz für ausgewogene Ernährung und Bewegung sein.
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Leitfragen: Was ist wissenschaftlich belegt?
Viele Empfehlungen zum Kaffee- und Teekonsum basieren auf Assoziationsstudien. Das bedeutet, dass sie Zusammenhänge, nicht aber Ursachen nachweisen. Dennoch ist die Evidenzlage für einen schützenden Effekt von Koffein gegen Demenz inzwischen robust. Stiftung Warentest und weitere unabhängige Institutionen empfehlen deshalb eine maßvolle Integration koffeinhaltiger Getränke in den Alltag.
Leben mit Kaffee: Praktische Empfehlungen
Alltagstipps für die präventive Anwendung
Wer Kaffee in den täglichen Lebensstil integriert, sollte auf Qualität und Bekömmlichkeit achten. Filterkaffee gilt als besonders magenfreundlich und frei von Reizstoffen, die bei anderen Zubereitungen entstehen können. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung und moderate Mengen sind essenziell. Wer auf Herzrhythmusstörungen oder andere Koffein-Empfindlichkeiten achtet, sollte Rücksprache mit dem Hausarzt halten.
Fokus: Kaffee am Morgen, Tee am Nachmittag
Der ideale Zeitpunkt für Kaffee liegt laut Studien am Morgen oder Vormittag, um den zirkadianen Rhythmus nicht zu stören und Schlafprobleme zu vermeiden. Tee empfiehlt sich am Nachmittag als sanfter Ausgleich. Entkoffeinierte Getränke bieten keinen nachweisbaren Zusatznutzen beim Schutz der Hirnfunktionen.
Anwendungsfelder und Prävention
Kaffeekonsum allein ist kein Wundermittel. In Kombination mit Bewegung, ausreichend Schlaf und geistiger Aktivität entfaltet sich die gewünschte Schutzwirkung auf das Gehirn. Expertinnen und Experten mahnen, individuell auf die eigene Verträglichkeit zu achten, insbesondere bei Herz-Kreislauferkrankungen.
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Reduziertes Demenzrisiko bei 2–3 Tassen täglich
- Besseres Abschneiden bei Gedächtnistests
Nachteile
- Kein Effekt bei entkoffeiniertem Kaffee
- Koffeinunverträglichkeiten bei Herzproblemen möglich
Checkliste für die Praxis
- Maximal 2–3 Tassen koffeinhaltigen Kaffee pro Tag
- Tee als Alternative empfehlenswert
- Koffeinfrei bringt beim Demenzschutz keinen Vorteil
- Individuelle Verträglichkeit prüfen, ggf. mit Arzt besprechen

Weiterführende Informationen & Fachressourcen
Stiftung Warentest bietet vertiefende Übersichtsartikel zu Kaffee, Tee und Präventionsstrategien gegen Demenz. Empfehlenswert sind zudem Publikationen in PubMed und Leitfäden von Fachgesellschaften. Auch der Dialog mit dem Hausarzt bleibt essenziell, wenn Unsicherheiten bezüglich der eigenen Verträglichkeit bestehen.
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Für junge Erwachsene steht vor allem die Entwicklung langfristiger Lebensstilgewohnheiten im Fokus. Kaffee und Tee können zur Prävention frühzeitig integriert werden. Für geistige Fitness bieten digitale Trainings und regelmäßige Bewegung zusätzliche Vorteile.
Perspektive für 40–60 Jahre
Mit zunehmendem Alter gewinnt die gezielte Prävention neurodegenerativer Erkrankungen an Bedeutung. Die Integration koffeinhaltiger Getränke ist sinnvoll – in Verbindung mit ausgewogener Ernährung, mentalem Training und Stressmanagement.
Perspektive ab 60
In der älteren Generation ist die Reduktion des Demenzrisikos besonders relevant. Moderate Mengen an Kaffee oder Tee, regelmäßige ärztliche Kontrollen und soziale Einbindung sind wichtige Bestandteile eines aktiven, gesunden Lebensstils. Die Verträglichkeit von Koffein sollte individuell bewertet werden.
„Der Kaffeegenuss im Alltag kann – in Maßen getrunken – Teil einer umfassenden Strategie gegen Demenz sein.“
Stiftung Warentest, 2024
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