Modetrends für Männer: Das trägt Mann im Winter 2026/27

Schmale Mäntel, Leder-Sakkos, warme Brauntöne und markanter Strick: Diese zehn Modetrends bestimmen die Herrenmode im Herbst und Winter 2026/27.

01. September 2026 7 Minuten

Entdecke die zehn wichtigsten Modetrends für Männer im Herbst und Winter 2026/27

Von schmalen Mänteln über Leder-Sakkos bis zu markantem Strick

Die Männermode entdeckt ihre Klassiker neu. Im Herbst und Winter 2026/27 kehren schmaler geschnittene Mäntel, elegante Anzüge, Leder-Sakkos und auffällige Strickpullover zurück. Damit die Sache nicht nach dem Kleiderschrank eines besonders konservativen Bankdirektors aussieht, sorgen Used-Effekte, Kunstfell, kräftige Farben und eine kleine Portion Glam Rock für Spannung. Auf den Laufstegen großer Modehäuser zeichnet sich eine gemeinsame Richtung ab: Männermode darf wieder eleganter, hochwertiger und erwachsener wirken. Gleichzeitig wird sie mit Details kombiniert, die klassische Looks moderner und manchmal auch ein wenig rebellischer erscheinen lassen.

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Das Beste daran: Für viele dieser Trends muss kein komplett neuer Kleiderschrank her. Gut ausgewählte Klassiker lassen sich neu kombinieren – und manches Lieblingsteil darf sogar ganz offiziell getragen aussehen.

Herrenmode 2026: Die Silhouetten werden wieder schmaler

Nach mehreren Jahren mit übergroßen Jacken, sehr weiten Hosen und starkem Streetwear-Einfluss rücken körpernähere Schnitte wieder stärker in den Mittelpunkt. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich Männer erneut in hautenge Sakkos und Röhrenhosen zwängen müssen.

Gefragt sind klare Linien, eine gut erkennbare Silhouette und Kleidung, die zur Figur passt, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Klassisches Tailoring spielt dabei eine wichtige Rolle. Anzüge, Mäntel, Hemden und feiner Strick kommen zurück, werden aber lässiger und weniger formell kombiniert.

Das Comeback des schlanken Wollmantels (Bild KI generiert).webp
Das Comeback des schlanken Wollmantels (Bild KI generiert).webp

1. Schmale Mäntel feiern ihr Comeback

Mäntel mit übertrieben breiten Schultern und zeltartigen Schnitten bekommen Konkurrenz. Im Winter 2026/27 stehen wieder körpernähere Modelle mit einer klaren Schulterpartie und leichter Taillierung im Mittelpunkt. Ein moderner Slim-Fit-Mantel sollte die Figur betonen, aber keinesfalls einengen. Unter ihm muss immer noch genügend Platz für einen Pullover oder ein Sakko bleiben. Ist der Mantel zu knapp, sieht er nicht automatisch eleganter aus – spätestens beim Einsteigen ins Auto wird das modische Experiment unangenehm.

Besonders vielseitig sind einreihige Wollmäntel in Anthrazit, Dunkelblau, Schwarz oder Dunkelbraun. Sie funktionieren zum Anzug ebenso gut wie zu Jeans, Strickpullover und Boots.

So wird der Trend getragen: Eine klare Schulterlinie, leichte Taillierung und eine Länge bis ungefähr zum Knie wirken modern und zeitlos.

2. Kunstfell setzt markante Akzente

Kunstfell gehört zu den auffälligeren Materialien der neuen Saison. Dafür muss es nicht gleich ein kompletter Mantel mit Zottelfaktor sein. Bereits ein Kragen aus Fellimitat kann einer schlichten Jacke deutlich mehr Charakter verleihen. Besonders tragbar sind Lederjacken, Blousons und Mäntel mit einem abnehmbaren Kunstfellkragen. Damit das Outfit hochwertig und nicht überladen wirkt, sollte die übrige Kleidung eher zurückhaltend bleiben.

Eine dunkle Hose, ein einfarbiger Pullover und schlichte Boots sind die passenden Begleiter.

So wird der Trend getragen: Ein auffälliges Kunstfell-Detail reicht vollkommen aus. Mehrere starke Materialien gleichzeitig können schnell nach Kostüm aussehen.

3. Anzüge werden höher geschlossen

Der klassische Zwei-Knopf-Anzug bekommt im Winter 2026/27 Gesellschaft. Sakkos mit drei, vier oder sogar fünf Knöpfen verlängern optisch die Front und verleihen dem Anzug eine neue Silhouette. Die hochgeschlossenen Modelle erinnern an frühere Jahrzehnte, wirken mit modernen Stoffen und schmal geschnittenen Hosen jedoch überraschend aktuell. Besonders häufig sind gedeckte Farben wie Anthrazit, Taupe, Greige und Dunkelbraun zu sehen.

Auch bei der Kombination wird es entspannter. Ein feiner Rollkragenpullover, ein Strickshirt oder ein hochwertiges T-Shirt kann das klassische Hemd ersetzen.

So wird der Trend getragen: Ein anthrazitfarbener Anzug mit einem feinen Strickpullover und schlichten Lederschuhen passt ins Büro und ebenso zu einer Abendveranstaltung.

4. Braun wird zur Farbe des Winters

Braun gehört auch im Herbst und Winter 2026/27 zu den wichtigsten Farben der Herrenmode. Die Auswahl reicht von hellem Camel über warmes Cognac bis zu Schokolade und tiefem Espressobraun. Der große Vorteil: Brauntöne wirken weicher und wärmer als Schwarz, lassen sich aber ähnlich vielseitig kombinieren. Besonders gut passen Creme, Grau, Dunkelblau, Oliv und klassischer Denim dazu.

Wer sich nicht vollständig in Braun kleiden möchte, beginnt mit einem Mantel, einem Pullover, Lederschuhen oder einem Gürtel. Fortgeschrittene kombinieren mehrere Braunnuancen miteinander.

So wird der Trend getragen: Eine dunkelbraune Hose, ein cremefarbener Pullover und cognacfarbene Boots ergeben einen unkomplizierten, aber stilvollen Winterlook.

5. Kleidung darf getragen aussehen

Künstliche Patina, ausgewaschene Farben, offene Kanten und bewusst gealterte Oberflächen bringen den Used-Look zurück. Kleidung darf so wirken, als hätte sie schon ein paar Geschichten erlebt. Das bedeutet natürlich nicht, dass Flecken, ausgeleierte Bündchen und ungewollte Löcher plötzlich als modische Großtat gelten. Der gewünschte Vintage-Look ist kontrolliert und gezielt gestaltet.

Besonders gut funktioniert er bei Jeans, Lederjacken, Workwear-Hemden und robusten Boots. Gut erhaltene ältere Kleidungsstücke können jetzt wunderbar mit neuen Basics kombiniert werden.

So wird der Trend getragen: Eine verwaschene Jeans oder eine Lederjacke mit Patina wirkt am besten zu gepflegten, schlichten Kleidungsstücken.

Das Leder-Sakko ersetzt die Bikerjacke (Bild KI generiert).webp
Das Leder-Sakko ersetzt die Bikerjacke (Bild KI generiert).webp

6. Das Leder-Sakko ersetzt die Bikerjacke

Leder bleibt ein großes Thema, verändert aber seine Form. Statt der kurzen Motorradjacke rückt das Leder-Sakko stärker in den Mittelpunkt. Schmale schwarze Varianten erinnern an die 1990er-Jahre. Braune Modelle mit breiteren Revers greifen dagegen den Stil der 1970er auf. Besonders edel wirken weiches Leder, Veloursleder oder hochwertige Alternativmaterialien mit matter Oberfläche.

Ein Leder-Sakko prägt das gesamte Outfit, wirkt aber eleganter und erwachsener als eine klassische Bikerjacke.

So wird der Trend getragen: Ein dunkelbraunes Leder-Sakko passt hervorragend zu einem schwarzen Rollkragenpullover, einer geraden Stoffhose und schlichten Boots.

7. Glam Rock bringt Glanz in den Alltag

Schmale schwarze Hosen, glänzende Hemden, Samt, auffälliger Schmuck und Boots mit kleinem Absatz: Glam Rock meldet sich zurück. Der Trend erinnert an David Bowie, britische Rockbands und die extravaganten Looks der frühen 2000er-Jahre. Für ein alltagstaugliches Outfit braucht es allerdings kein komplettes Bühnenkostüm. Ein Hemd mit leichtem Schimmer, ein auffälliger Ring oder eine schmale schwarze Hose können bereits genügen.

Wer mutiger ist, kombiniert Samt und Leder oder setzt auf einzelne Metallic-Details. Die Betonung liegt allerdings auf „einzelne“. Fünf Glam-Rock-Teile auf einmal können schnell so aussehen, als wäre der nächste Auftritt beim Eurovision Song Contest bereits gebucht.

So wird der Trend getragen: Schwarze Jeans, Chelsea Boots und ein dunkles Hemd mit dezentem Glanz sind ein guter Einstieg.

8. Der Hemdkragen wird zum Stilmittel

Der Hemdkragen erhält im Winter 2026/27 deutlich mehr Aufmerksamkeit. Er wird größer, spitzer oder bewusst asymmetrisch getragen. Eine Kragenseite darf unter dem Pullover oder Sakko verschwinden, während die andere sichtbar bleibt. Was früher nach morgendlicher Eile ausgesehen hätte, gilt nun als gezielter Stilbruch. Damit der Look funktioniert, sollten Hemd und übrige Kleidung allerdings gut sitzen.

Auch große Kragen im Stil der 1970er-Jahre kommen zurück. Sie passen besonders gut zu Leder-Sakkos, Strickwesten und höher geschlossenen Anzügen.

So wird der Trend getragen: Eine Seite des Hemdkragens locker über einem Rundhalspullover liegen lassen. Viel einfacher kann ein Modetrend kaum sein.

9. Kräftige Farben beleben gedeckte Winterlooks

Braun, Grau, Beige, Schwarz und Dunkelblau bilden die ruhige Grundlage der Saison. Umso stärker wirken einzelne Akzente in Rot, Kobaltblau, Violett, Gelb oder leuchtendem grün. Am unkompliziertesten lässt sich Farbe über einen Pullover, einen Schal, eine Mütze oder Sneaker in das Outfit bringen.

Männer, deren bisherige Farbpalette zwischen Dunkelblau und noch dunklerem Dunkelblau lag, müssen deshalb nicht sofort einen knallroten Mantel kaufen. Ein einzelner Akzent reicht völlig aus.

So wird der Trend getragen: Ein kräftig roter oder blauer Pullover passt zu einer grauen Hose und einem dunkelbraunen Mantel.

Markanter Strickpullover im urbanen Winter (Bild KI generiert).webp
Markanter Strickpullover im urbanen Winter (Bild KI generiert).webp

10. Auffälliger Strick wird zum Hingucker

Strick gehört zum Winter wie kalte Füße und beschlagene Autoscheiben. In der Saison 2026/27 darf er jedoch wesentlich auffälliger ausfallen. Geometrische Muster, markante Zopfstrukturen, grobe Oberflächen und ungewöhnliche Farbkombinationen machen Pullover und Pullunder zum Mittelpunkt des Outfits. Einige Designs erinnern deutlich an die farbenfrohe Strickmode der 1980er- und 1990er-Jahre.

Wer es dezenter mag, entscheidet sich für einen einfarbigen Wollpullover mit interessanter Struktur. Ein hochwertiges Modell ist zudem kein kurzlebiger Trend. Bei richtiger Pflege kann es viele Jahre getragen werden.

So wird der Trend getragen: Auffälligen Strick am besten mit einer einfarbigen Hose und einer schlichten Jacke kombinieren.

Welche Modetrends lohnen sich wirklich?

Nicht jeder Laufstegtrend muss den Weg in den Alltag finden. Besonders vielseitig und langfristig tragbar sind:

  • ein gut sitzender Wollmantel
  • ein brauner Strickpullover
  • ein anthrazitfarbener Anzug
  • eine hochwertige Lederjacke oder ein Leder-Sakko
  • ein gemusterter Wollpullover
  • farbige Accessoires als gezielte Akzente

Asymmetrische Kragen, Glam Rock und große Kunstfell-Details eignen sich vor allem für Männer, die gerne Neues ausprobieren. Wer seinen Stil lieber klassisch hält, kann die Saison schon mit einem neuen Mantel, hochwertigem Strick und warmen Brauntönen überzeugend umsetzen.

Fazit: Klassisch, erwachsen – aber nicht spießig

Die Modetrends für Herbst und Winter 2026/27 verbinden klassische Herrenmode mit Persönlichkeit. Mäntel werden schmaler, Anzüge höher geschlossen und Leder deutlich eleganter. Braun, Strick und Vintage-Oberflächen bringen Wärme in die Garderobe, während kräftige Farben und Glam-Rock-Details für den nötigen Stilbruch sorgen.

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Das Angenehme an der neuen Saison: Viele Trends basieren auf Kleidungsstücken, die über Jahre hinweg tragbar bleiben. Ein guter Wollmantel, ein hochwertiger Strickpullover oder ein Leder-Sakko können vorhandene Outfits modernisieren, ohne dass gleich der komplette Kleiderschrank ausgetauscht werden muss.

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