Der neue Nissan Pixo: Viel Stadt, erstaunlich viel Auto!
Ein Parkplatz vor dem Haus, schnell um die Ecke zum einkaufen und am Wochenende ein Ausflug ins Umland: Für genau dieses Leben hat Nissan den Pixo gebaut. Der neue Kleinstwagen fährt elektrisch, bietet vier Sitze und bringt Technik mit, die man eher in größeren Autos erwartet. Ob er auch preislich ein guter Deal wird, entscheidet sich allerdings erst im Dezember. Was die Japaner bisher schon gezeigt haben und welchen ersten Eindruck der Pixo macht, zeigen wir dir in der Übersicht. (Bild © Nissan)
Der Name kommt Dir vielleicht bekannt vor: Schon einmal gab es einen Nissan Pixo – damals als günstigen Benziner. Ende September hat Nissan die Neuauflage vorgestellt, die Anfang 2027 zu den Kunden kommen soll. Doch viel mehr als der gemeinsame Name ist dem neuen Cityflitzer nicht geblieben.
Der 2027er Pixo ist ein vollelektrischer Fünftürer, knapp 3,80 Meter lang und technisch eng mit dem neuen Renault Twingo verwandt. Nissan hat ihm eine eigene, kantigere Front und Leuchten mit Pixelmotiv gegeben. Wer den nostalgischen Auftritt des Twingo nicht möchte, bekommt hier dieselbe Grundidee in einem anderen Look.
Klein beim Parken, flexibel beim Packen
Der Pixo misst 3,79 Meter in der Länge; sein Wendekreis beträgt 9,9 Meter. Das klingt nach einem Auto für enge Straßen und kurze Parklücken. Innen gibt es vier Plätze und zwei Rücksitze, die sich einzeln verschieben lassen. Du kannst also je nach Fahrt mehr Beinfreiheit schaffen oder Platz für Gepäck gewinnen.
Nissan nennt 356 Liter Kofferraumvolumen bei aufgestellten Rücksitzen und bis zu 1.221 Liter bei umgeklappten Lehnen. In den 356 Litern steckt allerdings bereits ein 50-Liter-Fach für Ladekabel. Für den Alltag ist diese Flexibilität interessant; wie bequem Erwachsene hinten auf längeren Fahrten tatsächlich sitzen, muss eine Sitzprobe zeigen.
Reicht die Batterie für mehr als die Stadt?
Der Elektromotor leistet 60 kW beziehungsweise 82 PS. Laut Nissans technischem Datenblatt fährt der Pixo bis zu 130 km/h schnell und beschleunigt in 11,9 Sekunden auf 100 km/h. Das macht ihn auch für gelegentliche Autobahnfahrten nutzbar. Sein Schwerpunkt liegt aber klar auf kürzeren Strecken.
Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie hat laut Nissan 27,5 kWh Kapazität; die angegebene Reichweite beträgt bis zu 259 Kilometer nach WLTP. Dieser Wert ist noch vorläufig. Der ADAC erwartet insbesondere auf der Autobahn deutlich weniger als 200 Kilometer. Wie weit der Pixo bei Kälte oder mit voller Besetzung kommt, lässt sich bislang nicht aus einem unabhängigen Fahrtest belegen.
Praktisch ist die angekündigte Ladeausstattung: 11 kW an einer AC-Ladesäule und 50 kW DC-Schnellladen sollen in jeder Ausstattungslinie serienmäßig sein. Für den Sprung von 15 auf 80 Prozent nennt Nissan rund 28 Minuten am Schnelllader. Der Pixo ist also eher kein Auto für möglichst kurze Stopps auf langen Urlaubsfahrten. Wenn Du meist zu Hause, bei der Arbeit oder während anderer Erledigungen lädst, passt das Konzept besser.

Die überraschende Neuheit sitzt im Cockpit
Für einen Kleinstwagen fällt die angekündigte Digitalausstattung üppig aus. Nissan verspricht Google Maps, Google Play und den Sprachassistenten Gemini über Google built-in. Eine Gesichtserkennung soll Fahrerprofile erkennen und persönliche Einstellungen laden. Hinzu kommen ein 7-Zoll-Fahrerdisplay und ein zentraler 10-Zoll-Touchscreen. Welche Ausstattung in Deutschland genau in welcher Version steckt, wird Nissan zum Bestellstart konkretisieren.
Auch beim Fahren soll der Pixo unkompliziert sein: Mit der One-Pedal-Funktion lässt sich im Stadtverkehr durch Loslassen des Fahrpedals verzögern und laut Nissan bis zum Stillstand anhalten. Das Autoscooter-Gefühl sorgt dabei für eine Rekuperation, also das selbstständige Aufladen der Batterie. Das Bremspedal bleibt selbstverständlich vorhanden. Angekündigt sind außerdem unter anderem ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent und eine automatische Einparkfunktion.
Was sagen die Automagazine?
Die ersten Einordnungen fallen vor allem beim Raumkonzept und bei der Ausstattung positiv aus. Der ADAC hebt die verschiebbaren Rücksitze hervor und sieht den Pixo zumindest auf dem Papier beim Komfort auf dem Niveau größerer Fahrzeuge. Die AUTO ZEITUNG zeigt, wie viel Technik und Innenraumgestaltung er mit dem Renault Twingo teilt; die Unterschiede liegen besonders im Design und in der Ausstattung.
Eine wichtige Einschränkung: Diese Beiträge sind Modellvorstellungen, keine Fahrtests des neuen Pixo. Aussagen zu Federung, Geräuschkomfort, Materialqualität und tatsächlichem Verbrauch wären derzeit Spekulation - folgen aber sicher, wenn das Auto auf dem Markt verfügbar ist.

Für wen lohnt es sich, auf den Pixo zu warten?
Der Pixo dürfte gut passen, wenn Du überwiegend in der Stadt und im Umland unterwegs bist, ein leicht zu parkendes Auto suchst und trotzdem regelmäßig jemanden auf der Rückbank oder Gepäck mitnimmst. Die verschiebbaren Sitze machen ihn besonders interessant für kleine Haushalte, die mit einem einzigen kompakten Auto möglichst viel erledigen wollen. Wer einen festen Ladeplatz hat, kann den kleinen Akku bequem in den Alltag einbauen.
Fährst Du dagegen häufig lange Autobahnetappen, solltest Du die späteren Praxistests abwarten und auch größere Elektroautos vergleichen. Vor allem aber fehlt noch die entscheidende Zahl für eine Kaufempfehlung: der deutsche Preis. Der ADAC vermutet einen Einstieg um 20.000 Euro, die AUTO ZEITUNG rechnet mit weniger als 20.000 Euro. Beides sind Schätzungen der Redaktionen, keine Nissan-Preise. Nissan will Preise, deutsche Ausstattungen und Informationen zur Bestellung im Dezember 2026 bekannt geben; die Auslieferungen sollen Anfang 2027 beginnen.
FRINTON-Einschätzung: Der Pixo wirkt wie ein durchdachtes Stadtauto mit einem ungewöhnlich flexiblen Innenraum. Serienmäßiges Schnellladen und die angekündigte Konnektivität machen ihn auf dem Papier attraktiv. Ob aus dem sympathischen kleinen Stromer ein guter Kauf wird, hängt vom Preis, der konkreten Serienausstattung und den ersten echten Fahrtests ab.
FAQ zum Nissan Pixo
Was kostet der neue Nissan Pixo?
Einen offiziellen Preis für Deutschland gibt es am 25. September 2026 noch nicht. Nissan will ihn im Dezember veröffentlichen.
Wann kommt der Nissan Pixo?
Die Auslieferungen sollen Anfang 2027 beginnen. Der Wagen ist derzeit noch nicht bestellbar.
Ist der Pixo ein Viersitzer?
Ja. Nissan gibt fünf Türen und vier Sitzplätze an. Die beiden hinteren Sitze lassen sich einzeln verschieben.
Hat der Pixo eine Schnellladefunktion?
Ja. Nissan kündigt 50-kW-DC-Laden serienmäßig an und nennt unter geeigneten Bedingungen etwa 28 Minuten für eine Ladung von 15 auf 80 Prozent.
Gibt es schon einen unabhängigen Fahrtest?
Für diese Recherche fanden sich Modellvorstellungen, aber noch kein belastbarer Fahrtest des neuen Pixo. Die tatsächliche Reichweite und der Fahreindruck bleiben daher offen.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 25. September 2026.
Nissan PIXO – deutsche Modellseite, Nissan Deutschland, ohne ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum.
Der neue Nissan PIXO – Technische Spezifikationen (PDF), Nissan, ohne ausgewiesenes Veröffentlichungsdatum.
Nissan präsentiert den neuen vollelektrischen Pixo, Nissan Newsroom, 23. September 2026.
Nissan enthüllt den neuen elektrischen Kleinwagen Pixo, Nissan Newsroom, 23. September 2026.
Der Nissan Pixo feiert sein Comeback als Elektroauto, ADAC, 23. September 2026.
Nissan Pixo: Der Twingo-Zwilling setzt auf Pixel-Design, AUTO ZEITUNG, Veröffentlichungsdatum auf der eingesehenen Seite nicht eindeutig ausgewiesen.


